RackPeek: Homelab-Rack dokumentieren und visualisieren
Was dieser Artikel behandelt
- Was RackPeek ist: Open-Source-Tool zur Rack-Dokumentation und -Visualisierung.
- Wofür es sich lohnt (und wofür nicht).
- Setup und typischer Workflow.
- Alternativen und Einordnung im Homelab-Werkzeugkasten.
Einleitung
Sobald ein Homelab mehr als drei Geräte hat, beginnt das Chaos: Welches Kabel geht wohin? Was hängt an Port 5? Welche Höheneinheit belegt der Switch? RackPeek ist ein leichtgewichtiges Open-Source-Tool, das genau das löst: ein visueller Plan Deines Racks/Schranks: Geräte per Drag-and-drop platzieren, Ports dokumentieren, Kabel-Verbindungen nachhalten.
Es ist das digitale Twin-Prinzip für den Homelab: Bevor Du am Gerät schraubst, schaust Du in RackPeek nach, was Du wo findest.
Typische Anwendungsszenarien
- Rack-Layout planen: Bevor Hardware kommt: Höheneinheiten (U) und Gewicht planen.
- Verkabelung dokumentieren: Welcher Port geht wohin, bei Fehlersuche Gold wert.
- Inventar: Alle Geräte, Seriennummern, IPs, MACs an einem Ort.
- Umbau-Vorbereitung: Vorher/Nachher visualisieren, Kabel-Längen abschätzen.
- Team-Dokumentation: Wenn mehrere am Homelab arbeiten (Familie, Verein, Firma).
Installation
RackPeek läuft als Web-App, einfachstes Setup per Docker oder als gehostete Demo zum Anschauen:
services:
rackpeek:
image: ghcr.io/rackpeek/rackpeek:latest # Image-Namen aus Repo-Doku prüfen
ports: ["127.0.0.1:8282:80"]
volumes: [rackpeek_data:/data]
restart: always
volumes:
rackpeek_data:
Alternativ läuft es als statische App im Browser: Daten bleiben lokal (localStorage/Datei-Export), kein Server nötig für den Einstieg.
Workflow
- Rack anlegen: Höheneinheiten definieren (z. B. 12U für Mini-Rack).
- Geräte eintragen: Typ (Server, Switch, USV, Patchpanel), Höhe, Name, Hersteller.
- Per Drag platzieren: Geräte auf U-Positionen ziehen, visuelle Ansicht wie im echten Rack.
- Ports/Verbindungen: Kabel von Port zu Port dokumentieren.
- Notizen/IPs: Management-Interfaces, Seriennummern, MACs dazu.
Wofür es sich lohnt und wofür nicht
Lohnt sich:
- Ab ~3 Geräten im Rack, sonst braucht man’s nicht.
- Wenn Du öfter umbaust oder Geräte tauschst.
- Bei mehreren Personen am selben Setup.
Überflüssig bei:
- Einzelgerät-Setups (Mini-PC allein braucht kein Rack-Management).
- Wenn Du eh ein Wiki/Inventar führst (NetBox ist die schwere Alternative).
Alternativen
| Tool | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| RackPeek | Leichtgewichtig, visuell, einfach | Weniger Features als DCIM-Tools |
| NetBox | Der DCIM-Standard, sehr mächtig | Deutlich komplexer, Postgres nötig |
| Homarr/Dashy | Dashboard-Links zu Services | Kein physisches Rack-Layout |
| Wiki (z. B. Wiki.js) | Freie Dokumentation | Kein visuelles Rack |
Einordnung
RackPeek ist kein Muss, aber das erste Mal, wenn Du „das rote Kabel” suchst oder eine freie Höheneinheit brauchst, ist ein dokumentiertes Rack ein Segen. In Kombination mit dem Homelab-Guide ergibt sich: physisches Setup bauen → in RackPeek dokumentieren → per Monitoring betreiben.
Weiterführende Links
- IRC-Coding.de: Programmier-Tutorials.
- Homelab-Guide: Die Hardware-Seite.
- Monitoring: Das Lab im Betrieb überwachen.
- Docker: Deployment-Grundlagen.
- Backup: Konfiguration sichern.
Key Takeaways:
- RackPeek = visuelle Rack-Dokumentation: Geräte, U-Positionen, Kabel, IPs.
- Lohnt sich ab ~3 Geräten oder bei häufigen Umbauten.
- Leichtgewichtig, kein DCIM-Monster wie NetBox, aber für Homelabs genau richtig.
- Als statische App nutzbar (lokal) oder per Docker self-hosted.
- Pärchen mit Homelab-Guide: bauen → dokumentieren → monitoren.
FAQ
Was ist RackPeek?
Wann lohnt es sich?
RackPeek oder NetBox?
Wo liegen die Daten?
Kostenlos?
Quellen und weiterführende Literatur
- RackPeek: GitHub.
- IRC-Coding.de: Programmier-Tutorials.


