Ollama-Modelle und Daten sichern
Was dieser Artikel über Ollama-Backup behandelt
- Was bei einer Ollama-Installation gesichert werden muss.
- Wo Ollama seine Daten speichert.
- Wie man Modelle und Konfigurationen exportiert.
- Wie ein Restore auf einem neuen System aussieht.
- Tipps für automatische und portable Backups.
Einleitung: Ollama-Modelle und Daten sichern
Ollama-Installationen enthalten neben dem eigentlichen Programm vor allem Modelle, Modelfiles und Konfigurationen. Bei einem Hardwaredefekt, einem Umzug auf einen neuen Rechner oder einem versehentlichen Löschen geht ohne Backup viel Arbeit verloren. Wer regelmässig sichert, kann seine Modelle schnell wiederherstellen oder auf einem anderen System identisch bereitstellen.
Dieser Artikel zeigt, welche Daten relevant sind und wie man sie zuverlässig sichert.
Wichtige Begriffe
- Modellverzeichnis: Ort, an dem Ollama Modelle speichert.
- Blob: Grosse Binärdatei eines Modells.
- Manifest: Metadaten eines Modells.
- Modelfile: Beschreibungsdatei für ein benutzerdefiniertes Modell.
- Volume: Docker-Datenträger für Ollama.
- Restore: Wiederherstellung eines Backups.
- Export: Sicherung eines Modells als Datei.
Wo speichert Ollama Daten?
Standardmässig liegen die Daten unter:
~/.ollama
Unter Linux ist der tatsächliche Speicherort:
/usr/share/ollama/.ollama/models
Bei Docker liegt das Verzeichnis im Volume ollama-data unter /root/.ollama.
Wichtige Inhalte
models/blobs/: Grosse Binärdateien der Modelle.models/manifests/: Beschreibungen der Modelle.id_ed25519undid_ed25519.pub: Schlüsselpaar für Modell-Signatur.
Was sollte gesichert werden?
| Komponente | Begründung |
|---|---|
~/.ollama | Enthält Modelle, Manifeste und Schlüssel. |
| Modelfiles | Beschreiben eigene Modelle. |
| Compose-Dateien | Definieren den Ollama-Service. |
.env-Dateien | Enthalten Konfiguration und Secrets. |
| Docker Volumes | Persistente Daten im Containerbetrieb. |
Manuelles Backup
tar -czf ollama-backup-$(date +%Y%m%d).tar.gz ~/.ollama
Für Docker:
docker run --rm -v ollama-data:/data -v $(pwd):/backup alpine \
tar -czf /backup/ollama-data.tar.gz -C /data .
Restore
tar -xzf ollama-backup-20260907.tar.gz -C ~/
Für Docker:
docker volume create ollama-data
docker run --rm -v ollama-data:/data -v $(pwd):/backup alpine \
tar -xzf /backup/ollama-data.tar.gz -C /data
Modelle exportieren
Einzelne Modelle können exportiert werden:
ollama show llama3.1 --modelfile > llama31.Modelfile
ollama cp llama3.1 mein-llama31
Das Modell lässt sich anschliessend auf einem anderen System importieren:
ollama create mein-llama31 -f llama31.Modelfile
Automatisiertes Backup-Skript
#!/bin/bash
set -e
BACKUP_DIR="/backup/ollama/$(date +%Y%m%d_%H%M%S)"
mkdir -p "$BACKUP_DIR"
# Ollama-Daten
tar -czf "$BACKUP_DIR/ollama-data.tar.gz" -C "$HOME" .ollama
# Modelfiles und Konfiguration
rsync -av "$HOME/ollama-config/" "$BACKUP_DIR/ollama-config/"
# Docker-Compose
rsync -av /opt/ollama-compose/ "$BACKUP_DIR/compose/"
echo "Backup erstellt: $BACKUP_DIR"
Cronjob:
0 4 * * * /usr/local/bin/backup-ollama.sh
Verschlüsselung
Backups mit Restic verschlüsseln:
restic -r /mnt/backup-repo backup ~/.ollama
Oder tar mit GPG:
tar -czf - ~/.ollama | gpg -c > ollama-backup.tar.gz.gpg
Offsite-Speicherung
- NAS oder externe Festplatte.
- Cloud-Storage mit rclone.
- Entfernter Tailscale-Node.
- S3-kompatible Objektspeicher.
Modelle auf neuen Host übertragen
- Backup erstellen.
~/.ollamaauf neuen Rechner kopieren.- Ollama installieren.
ollama listprüft, ob Modelle erkannt werden.ollama runtestet.
Docker-Volumes sichern
docker run --rm -v ollama-data:/data -v $(pwd):/backup alpine tar -czf /backup/ollama-data.tar.gz -C /data .
Auf neuem System:
docker volume create ollama-data
docker run --rm -v ollama-data:/data -v $(pwd):/backup alpine tar -xzf /backup/ollama-data.tar.gz -C /data
Wichtige Hinweise
- Modelle sind grosse Dateien, Backup braucht viel Platz.
- Inkrementelle Backups mit
rsyncoderresticsparen Platz. - Modelfiles und Konfiguration sollten zusammen gesichert werden.
- Vor grossen Updates immer ein Backup machen.
- Restore regelmässig testen.
Typische Stolpersteine
- Nur Modellname gesichert: Blobs fehlen.
- Zu wenig Speicherplatz: Backup bricht ab.
- Falsches Verzeichnis: Ollama-Daten liegen an anderem Ort.
- Docker-Volume vergessen: Daten liegen im Volume, nicht im Container.
- Keine Verschlüsselung: Private Modelle liegen ungeschützt.
- Kein Restore getestet: Backup ist unbrauchbar.
Weiterführende Links und Infos
- BotServ.de Ollama Befehle
- BotServ.de Ollama Modell-Lebenszyklus
- BotServ.de Docker Backup
- BotServ.de Docker Volumes
FAQ: Ollama-Backup
Kann ich Modelle einfach kopieren?
Ja, das Verzeichnis ~/.ollama enthält alles Wichtige.
Brauche ich das Schlüsselpaar? Nur wenn man signierte Modelle pushen oder verifizieren möchte.
Wie gross ist ein Backup? So gross wie alle Modelle zusammen, oft mehrere hundert GB.
Kann ich Modelle zwischen Hosts verschieben? Ja, mit tar oder rsync. Manifeste und Blobs müssen zusammen sein.
Sollte ich Backups verschlüsseln? Ja, besonders wenn Modelle oder Konfigurationen sensible Informationen enthalten.
Quellen und weiterführende Literatur
- Ollama Datenverzeichnis: https://github.com/ollama/ollama/blob/main/docs/faq.md
- rsync: https://rsync.samba.org/
- restic: https://restic.net/
Zusammenfassung: Ollama-Modelle und Daten sichern
Ein Ollama-Backup umfasst vor allem das Verzeichnis ~/.ollama mit Modellen, Manifesten und Schlüsseln. Manuelle Sicherungen mit tar oder rsync sind einfach, automatisierte Skripte und verschlüsselte Offsite-Backups schützen zuverlässig. Wer seine Modelfiles, Compose-Konfigurationen und Volumes mit einbezieht, kann im Ernstfall schnell wiederherstellen. Regelmässige Restore-Tests stellen sicher, dass das Backup im Ernstfall funktioniert.


