Dify
Was dieser Artikel behandelt
- Was Dify ist und wozu es dient.
- Wie Du Dify lokal per Docker aufsetzt.
- Wie Du ein einfaches RAG oder einen Agenten bausch.
- Wie Du lokale Modelle über Ollama einbindest.
- Für wen Dify besonders sinnvoll ist.
Einleitung
Dify ist eine Open-Source-Plattform für KI-Anwendungen, Agenten und Workflows. Der große Vorteil: Sie bietet eine visuelle Oberfläche. Wer lieber klickt als programmiert, kommt schneller ans Ziel. Dify lässt sich lokal in Docker betreiben und unterstützt Modelle von OpenAI, Anthropic, Ollama und weiteren Anbietern.
Dify kurz erklärt
Dify baut auf Apps, Workflows und Agenten. Eine App kann ein einfacher Chat, ein Textgenerator oder ein Agent sein. Workflows verknüpfen Schritte visuell. Agenten können Tools, Wissen und mehrere Schritte nutzen. Hinter der Oberfläche entstehen konfigurierbare API-Endpunkte.
Installation
Der schnellste Weg ist Docker Compose:
git clone https://github.com/langgenius/dify.git
cd dify/docker
cp .env.example .env
docker compose up -d
Danach ist Dify unter http://localhost/install erreichbar. Beim ersten Start legst Du ein Admin-Konto an. Für produktive Setups solltest Du die .env anpassen.
Ollama als Modell einbinden
Dify kann direkt mit Ollama kommunizieren:
- Öffne Einstellungen → Modell-Anbieter
- Wähle Ollama aus
- Trage die URL ein:
http://host.docker.internal:11434 - Wähle das gewünschte Modell aus
Achte darauf, dass das Modell in Ollama bereits heruntergeladen ist:
ollama pull llama3.1
Erste Schritte: Ein einfacher Chat
- Klicke auf App erstellen.
- Wähle Chatbot oder Agent.
- Gib eine Systemanweisung ein.
- Wähle Dein Modell.
- Teste den Chat.
Für RAG lädst Du Dokumente hoch und fügst eine Wissensdatenbank hinzu.
Wofür ist Dify geeignet?
| Einsatzgebiet | Nutzen |
|---|---|
| Schnelle Prototypen | Visuelles Bauen ohne Code |
| RAG-Chatbots | Dokumente hochladen und abfragen |
| Agenten | Tools, Wissen und Workflows verbinden |
| Self-Hosting | Daten bleiben intern |
Typische Stolpersteine
- Docker-Ressourcen - Dify besteht aus mehreren Containern. Mindestens 4 GB RAM sollten verfügbar sein.
- Ollama-URL bei Docker -
localhostaus dem Dify-Container erreicht den Host meist nicht. Nutzehost.docker.internal. - SMTP-Konfiguration - Für Passwort-Reset und Einladungen braucht Dify eine Mail-Konfiguration.
Weiterführende Links
FAQ - Typische Fragen
Ist Dify kostenlos?
Die Open-Source-Version ja. Es gibt auch eine Cloud-Version mit kostenpflichtigen Plänen.
Kann ich Dify lokal betreiben?
Ja, mit Docker Compose. Das ist der empfohlene Weg für Self-Hosting.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Für viele Anwendungsfälle nicht. Komplexe Workflows und APIs profitieren davon.


